Shivering bei Pferden – Überblick, Symptome, Ursachen, Risikogruppen und Management

Shivering bei Pferden – Überblick

Symptome, Ursachen, Risikogruppen und Management

Shivering ist eine chronische neuromuskuläre Störung bei Pferden, die durch unwillkürliche Muskelzittern und -krämpfe, insbesondere in den Hinterbeinen, gekennzeichnet ist. Obwohl es wie kältebedingtes Zittern wirken kann, hat dieser Zustand neurologische Ursachen und kann die Beweglichkeit und das Wohlbefinden des Pferdes erheblich beeinträchtigen.

Symptome

  • Unwillkürliches Zittern oder Zucken der Hinterbeine
  • Angehobener und zuckender Schweif
  • Schwierigkeiten beim Rückwärtsrichten
  • Widerstand beim Anheben der Hinterbeine, was die Hufpflege erschwert
  • Muskelschwund in fortgeschrittenen Stadien

Die Symptome verschlimmern sich häufig bei Stress, Aufregung oder nach längeren Ruhephasen.

Ursachen

Die genaue Ursache von Shivering ist noch nicht vollständig geklärt, doch Forschungsergebnisse deuten auf Veränderungen im Kleinhirn hin – dem Bereich des Gehirns, der die Motorik steuert. Schäden an sogenannten Purkinje-Zellen scheinen die Muskelkoordination zu beeinträchtigen und die typischen Symptome hervorzurufen.

Pferde in Risikogruppen

Die Erkrankung tritt häufiger bei bestimmten Pferdegruppen auf, darunter:

  • Große Pferde, insbesondere über 1,67 m Stockmaß
  • Kaltblüter, Warmblüter und Vollblüter
  • Wallache – bis zu dreimal häufiger als Stuten
  • Pferde im Alter zwischen 2 und 7 Jahren

Studien legen nahe, dass Größe und Rasse mit einer genetischen Anfälligkeit für Shivering verbunden sein können.

Management und Linderung

Eine Heilung für Shivering gibt es derzeit nicht, doch mit der richtigen Pflege und geeigneten Routinen können die Symptome oft gelindert werden. Hilfreiche Maßnahmen sind unter anderem:

  • Sanftes und regelmäßiges Training zur Erhaltung der Koordination und Muskelkraft
  • Täglicher Weidegang zur Verringerung von Steifheit durch Stallhaltung
  • Eine ruhige, stressfreie Umgebung mit klaren Routinen
  • Ausgewogene Ernährung und Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung von Nerven und Muskeln

Viele Pferde profitieren von der richtigen Kombination aus Bewegung, Umgebung und Nährstoffversorgung. Eine regelmäßige Beobachtung kann helfen, den Pflegeplan bei Bedarf anzupassen.

Konsultieren Sie stets einen Tierarzt, um eine genaue Diagnose zu erhalten und eine individuelle Strategie für das Wohlbefinden Ihres Pferdes zu entwickeln.


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